In Bewegung bleiben und wieder fit werden

Wer sich bewegt, hält sich fit, bleibt gesund – und lebt länger. Dies bestätigte eine aktuelle Studie der Universität in Wien. Dabei reichen schon simple Alltagsbewegungen.

In Bewegung bleiben

Bewegung = Lebensqualität erhalten

Treppensteigen, Hausarbeit oder Besorgungen zu Fuss. Diese kleinen Alltagsbewegungen stehen häufig in dem Ruf nichts zu bringen. „Das ist ja kein Sport!”, tut man diese Dinge schnell ab. Die Universität in Wien beschäftigte
sich in ihrer Studie jetzt genau mit diesem Thema. „Keiner hat sich bisher angesehen, was mehr körperliche Aktivität am Ende wirklich bringt”, sagt Günter Samitz, Bewegungswissenschaftler am Zentrum für Sportwissenschaft
in Wien. „Es gibt kaum aussagekräftige Analysen zum Dosis-Wirkungs-Zusammenhang.” Gemeinsam mit den Universitäten Bern und Bristol wurden die unterschiedlichsten körperliche Aktivitäten genau unter die Lupe genommen.

Jede körperliche Aktivität ist besser als keine

Um die Zusammenhänge zwischen körperlicher Betätigung zu verstehen, durchforsteten die Forscher rund 7000 Einzelstudien. Insgesamt flossen die Daten von 1,3 Millionen Personen aus mehreren Kontinenten in die Ergebnisse ein. Faktoren
wie z.B. der Body-Mass-Index, Zigaretten- und Alkoholkonsum, Blutdruck oder Ernährungsverhalten wurden dabei mitberücksichtigt. Die Ergebnisse sind eindeutig: Jede körperliche Aktivität ist besser als keine. Selbst banale Alltagsaktivitäten
wie Treppensteigen verlängern nach Angaben des Studienleiters die Lebenserwartung.

Empfehlung: Zweieinhalb Stunden in der Woche

Einen noch größeren gesundheitlichen Nutzen bewirken intensivere Bewegungen. Die Gesundheitsorganisation WHO empfiehlt dabei zweieinhalb Stunden moderate Alltags- oder Freizeitbewegung wie Nordic Walking, Tanzen, Radfahren oder Schwimmen.
Dadurch wird die Gesamtsterblichkeit um zehn Prozent reduziert. Bei fünf Stunden in der Woche sind es bereits 19 Prozent; mit intensivem Ausdauertraining wie Laufen, Mountainbiken, Bergwandern oder Aerobic sogar 39 Prozent. Sport wirkt vor
allem gegen chronische Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Erkrankungen der inneren Organe, Krebskrankheiten, Atemwegs-, Haut- und Stoffwechselerkrankungen sowie viele psychischen Erkrankungen. Verblüffenderweise wirkt die Risikoreduktion
bei Frauen mehr als bei Männern. Die Wissenschaftler vermuten, dass es mit den Hormonen der Frau zusammenhängt.

Na, wenn das kein Grund ist, wieder häufiger die Treppen zu nehmen.

Quelle: www.diepresse.com

Call Now ButtonAnrufen